Secker Weiher


    Die Secker Weiher - Vom fürstlichen Fischteich zum Naherholungsgebiet

    von Helmut Jung

    Fürst Moritz-Henrich von Nassau-Hadamar ließ im Jahre 1672 die Secker Weiher anlegen.
    Dort, wo heute der Große Weiher liegt, war vorher der "Weidetrieschplatz" des Dorfes Seck. Als Ausgleich dafür erhielten die Secker die Weide des ehemaligen Dorfes Stöcken, welches 1648 wüst geworden war.
    Im Zusammenhang mit der Anlage der Weiher ist auch der Bau des ehemaligen Jagdschlosses, erstmals urkundlich erwähnt 1663, zu sehen. Das Schlösschen stand in der Nähe der Ruinen des Klosters Seligenstatt und diente als Aufenthaltsort der Beamten bei den jährlichen Fischzügen. Es wurde 1824 von der Gemeinde Seck für 800 Gulden gekauft und ins Dorf versetzt, um es als Schule zu nutzen. Heute ist es das Rathaus der Gemeinde.

    DAS KLOSTER SELIGENSTATT BEI Seck

    von Helmut Jung

    Ca. 200 m außerhalb von Seck an der K 51, links unterhalb der Straße  in Richtung Hellenhahn, liegen die Ruinen des Klosters Seligenstatt.
    Die sichtbaren Außenmauern haben die stattliche Länge von 36 mal 72 m und sind im Westteil noch ca. 6 bis 9 m hoch.
    Bei einer Probegrabung im Jahre 2000 wurde festgestellt, dass sich die nicht mehr sichtbaren Mauerzüge noch wesentlich weiter nach Osten hin erstrecken. In einer Tiefe von ca. 1,50 m wurde bei diesen Grabungsarbeiten eine Tonscherbe aus dem 13./14. Jahrhundert sowie eine Ring aus dem 16. Jahrhundert gefunden.