Secker Weiher

    Wenn Sie als Gast heute die Secker Weiher besuchen, dann fallen zunächst Campingplatz, Gaststätte und das herrliche Panorama ins Auge. Trotz der touristischen Nutzung hat sich das Gewässer aber seinen natürlichen Charme bewahrt.  Wenn Sie auf der Terrasse der Gaststätte Platz nehmen, werden Sie dies bestätigen. Der am großen Weiher entstandene Campingplatz zählt übrigens zu den besten Plätzen seiner Art in Deutschland, ist mit fünf Sternen ausgezeichnet und wurde bereits mehrmals mit Preisen versehen. Angelegt wurde der Weiher 1672 allerdings als Fischzuchtteich. Verantwortlich dafür zeichnete Fürst Moritz Heinrich von Nassau-Hadamar. Er war es auch, der in der Nähe ein fürstliches Jagdhaus, das so genannte Schlösschen, errichten ließ. Für kurze Zeit residierte die Witwe von Fürst Franz Alexander von Nassau-Hadamar 1715 in diesem Schlösschen. Das Schlösschen wurde 1824 von der Gemeinde Seck gekauft und als Schulhaus in der Ortsmitte des Dorfes aufgebaut und dient bis heute als Rathaus. Der kleine Weiher, früher als Streckweiher bezeichnet, wurde später angelegt und wird erstmals 1841 als solcher erwähnt. In ihm sollten die Fische sich strecken, also heranwachsen. Dass sie sich ordentlich gestreckt hatten, belegt der Fischfang von 1719, als 240 Karpfen und 24 Hechte ins Netz gingen. Die beiden Weiher gingen 1866 in Staatseigentum über und wurden 1961 von der Gemeinde Seck zum Preis von 45.000 DM vom Land Rheinland-Pfalz übernommen. Der örtliche Sportfischerverein betreibt hier immer noch Fischzucht und lädt gelegentlich Festen ein. Vom Weiher aus lohnt ein Abstecher zur benachbarten Klosterruine Seligenstatt. Der Weg dorthin ist ausgeschildert.