Fuchskaute

    Im Westerwald ganz oben – die Fuchskaute bei Willingen. Auf 657 m bringt es die höchste Erhebung des Westerwaldes. Allerdings ist die Fuchskaute kein Berg, der aus seiner Umgebung herausragt. Nahezu bescheiden fügt er sich die Westerwälder Hügellandschaft ein. Man muss schon wissen, dass man hier auf dem höchsten Punkt steht. Das Naturschutzgebiet Fuchskaute umfasst 40,2 Hektar und wurde 1984 als Schutzfläche ausgewiesen. Es liegt am Südosthang einer flachgeneigten Bergkuppe. Bekannt geworden ist das Gebiet für seine reichen Arnika-Vorkommen. Arnika ist der Star der Fuchskaute. Zehntausende dieser Pflanzen wachsen hier. Ein Besuch lohnt sich vor allem zur Blütezeit im Juli. Arnika ist auch eine bekannte Heilpflanze. Aber es gibt noch wesentlich mehr zu entdecken: Borstgrasrasen weist auf ehemalige Weideflächen hin.  Große Teile sind mit Kreuzblumen bewachsen. Zu den typischen Bewohnern zählen verschiede Orchideen, die Waldhyazinthe, das Hundsveilchen oder der Ginster. Zudem gibt es einen großen Bestand an Heide-Wachholder. Reichlich vertreten ist um die Fuchskaute auch die Tierwelt. Allein 34 Vogelarten sind hier heimisch, u.a. Wiesenpieper, Neuntöter und das Braunkehlchen. Auch fünf Arten von Fröschen, Blindschleiche, Eidechsen und Ringelnatter kommen hier vor. Reich ist das Gebiet auch an Schmetterlingsarten: allein 20 der hier vorkommenden Falter gelten in Deutschland als gefährdet. Ganz seltene Exemplare sind der Violettschiller-Feuerfalter und Skabiosen-Scheckenfalter, häufiger sieht man den Admiral, das Tagpfauenauge und den Kaisermantel. Tatsächlich kommen einige Tierarten in Rheinland-Pfalz nur hier vor! Entlang des „Arnika-Rundweges“ geben verschiedene Hinweistafeln Auskünfte zu Flora, Fauna und Geschichte.