Holzbachschlucht

    Die Holzbachschlucht ist eines der ältesten Naturschutzgebiete des Westerwaldes und der Anfang eines wahren Erlebnispfades. Bereits 1929 hat man seine Besonderheit und seine Einzigartigkeit erkannt. Die Holzbachschlucht zwischen Seck und Gemünden ist ein Naturerlebnis der besonderen Art. Untrennbar mit dieser Bachlandschaft verbunden ist das nahe Hofgut Dapprich. Nicht von ungefähr hat der Familienfriedhof der Familie Schneider, die diesen Hof seit über 150 Jahren betreibt, am Eingang zur Schlucht seinen Platz gefunden.

    Das Hofgut selbst lädt mit seinem weithin bekannten Hofcafé nicht nur zu kulinarischen Genüssen ein. Auch sportlichen Herausforderungen kann man sich stellen - auf dem 3-D-Bogenparcours. Hof Dapprich war früher ein Dorf (Daprethtingen, 1213/15 erstmals erwähnt) und wurde durch die Grafen von Nassau-Hadamar zu einer Domäne umgewandelt. Im Herzogtum Nassau gelangte es dann in den Besitz der Familie Schneider. Durch die Holzbachschlucht führt beidseits des Bachs ein Wanderweg (R29), der herrliche Ausblicke in eine noch weitgehend unberührte Natur bietet. Bis zu 30 Meter tief hat sich der Bach in Jahrhunderten sein Bett gegraben. Vorbei an mächtigen Basaltbrocken fließt er in Richtung Gemünden. An seinen Hängen gedeihen die typischen Vertreter einer Schluchtenflora und -fauna. Ein besonders eindrucksvolles Schauspiel bietet das Bachtal wenn im Frühjahr tausendfach der Lerchensporn blüht. Die an den Rändern entstandene spezielle Waldform bezeichnet der Fachmann als Eschen-Ahorn-Scheinschutt-Schatt-Hangwald. Auch zahlreiche seltene Sträucher und Kräuter sind hier der Beachtung wert. Im feuchten Bachtal mit seinen gelegentlich steilen Hängen gedeiht eine vielfältige Pflanzenwelt mit außergewöhnlichen Vertretern, wie beispielsweise der Haselwurz. An Tieren kommen der Eisvogel, die Ringelnatter, die Wasseramsel oder der Dachs vor.