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Jahresabschlüsse 2025 der Verbandsgemeindewerke Rennerod 

Die Finanzergebnisse 2025 der beiden Betriebszweige entwickelten sich gegensätzlich: Der Betriebszweig Wasserversorgung schließt mit einem Verlust von 259.242,63 Euro ab. Das wirtschaftliche Eigenkapital sank um ca. 162.000 Euro, während die Bilanzsumme auf rund 19,6 Mio. Euro stieg. Ursache für den Verlust waren gestiegene Kosten bei der Brunnenunterhaltung, dem Personal, den Abschreibungen und Zinsen. Die Abwasserbeseitigung schloss mit einem Gewinn von 173.173,34 Euro ab. Das wirtschaftliche Eigenkapital stieg um ca. 639.000 Euro, die Bilanzsumme wuchs auf rd. 47,3 Mio. Euro. Hier konnten Materialkosten eingespart werden, obwohl Personal-, Abschreibungs- und Zinskosten ebenfalls stiegen. Insgesamt wurden im Jahr 2025 rund 4 Millionen Euro investiert (1,72 Mio. Euro im Bereich Trinkwasser, 2,273 Mio. Euro im Bereich Abwasser). Die Werke betreiben ein Leitungsnetz von jeweils 240 km Länge. Das entspricht der Entfernung von Rennerod nach Straßburg. Die Mittelrheinische Treuhand erteilte der kaufmännischen Betriebsführung einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Hauptprojekte der Verbandsgemeindewerke in 2025 waren: Erschließungen in den Neubaugebieten in Seck und Westernohe, Sanierungen von Wassergewinnungsanlagen, Sanierungen in der Kernstadt Rennerod sowie Erneuerungen im Netz und auch an Kläranlagen.

Im Bereich der Nachhaltigkeit machen die Verbandsgemeindewerke weitere Fortschritte: Durch Investitionen in eigene Photovoltaikanlagen erzeugen die Werke mittlerweile rund 25 % ihres Strombedarfes selbst und nutzen diesen direkt zur Kostensenkung. Dies kommt den Gebührenzahlern zugute.

 Aufgrund anhaltend steigender Kosten für Unterhaltung und Erneuerungen wurden neue Tarife ab 01.01.2027 beschlossen: Die Verbrauchsgebühr Frischwasser beträgt künftig 2,33 Euro (zzgl. USt.), Schmutzwasser 2,19 Euro je Kubikmeter. Der Wiederkehrende Beitrag Frischwasser je Wohneinheit 126,60 Euro (zzgl. USt.) und 129,00 Euro je Wohneinheit für Schmutzwasser. Der Niederschlagswasserbeitrag bleibt unverändert bei 0,50 Euro je Quadratmeter Abflussfläche.

Der Verbandsgemeinderat stimmten dem Zahlenwerk des Jahres 2025 und der Festsetzung der Tarife einstimmig zu.