Solide Finanzen bleiben Markenzeichen der Verbandsgemeinde RenneroD

    Verbandsgemeinde ist weiterhin schuldenfrei - Ergebnis- und Finanzhaushalt 2018 sind ausgeglichen

    Die Kommunalaufsicht der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises in Montabaur hat in einem Schreiben mitgeteilt, dass die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan der Verbandsgemeinde Rennerod sowie Wirtschaftspläne der Verbandsgemeindewerke für das Haushaltsjahr 2018 ohne Beanstandungen von ihr genehmigt wurden. Damit verbunden erging der Hinweis, dass die Kommunalaufsicht auch gegen die nicht genehmigungspflichtigen Bestimmungen der Haushaltssatzung oder Festsetzungen des Haushaltsplans einschließlich seiner Bestandteile keine kommunalaufsichtlichen Bedenken erhebt. Auf dieser Basis kann der Rat und Verwaltung nun mit dem aufsichtsbehördlichen Segen sein umfangreiches Arbeits-/ Investitionsprogramm sowie die anvisierten Projekte der Verbandsgemeinde sowie der Verbandsgemeindewerke in Angriff nehmen.

    Mit dem Haushalt der Verbandsgemeinde 2018 steht fest, dass eine solide und gesunde Finanzlage weiterhin das Markenzeichen der Verbandsgemeinde Rennerod bleiben. Sowohl der Ergebnishaushalt als auch der Finanzhaushalt sind in 2018 ausgeglichen. Die Verbandsgemeinde Rennerod bleibt weiterhin schuldenfrei und muss keine Kredite aufnehmen. Im Gegenteil: Sie wird Ende 2018 auch weiterhin eine Rücklage von rund 4,5 Millionen Euro haben. Diese Reserve ist strategisch wichtig, um Zuschüsse vorzufinanzieren, Projekte zügig umsetzen zu können und für unvorhergesehene Kosten sowie Zeiten schwacher Steuereinnahmen ein Polster zu haben. Auch die Ortsgemeinden in der Verbandsgemeinde Rennerod sind gesund aufgestellt und bis auf wenige Ausnahmen schuldenfrei. Sie verfügen Ende 2017 zusammen über rund 11 Millionen Euro an Rücklagen. Dabei profitieren sie auch davon, dass die Verbandsgemeindeumlage seit vielen Jahren stabil ist und auch in 2018 weiterhin 30,5 Prozent beträgt. Damit ist sie die zweitniedrigste der Verbandsgemeinden im Westerwaldkreis (nach Montabaur) und mit eine der niedrigsten im ganzen Land Rheinland-Pfalz. „Um die gute finanzwirtschaftliche Lage der Verbandsgemeinde Rennerod dauerhaft zu erhalten und gleichzeitig notwendige Investitionen tätigen zu können, müssen wir weiterhin alle Möglichkeiten zur sparsamen und wirtschaftlichen Haushaltsführung nutzen“, informierte Bürgermeister Gerrit Müller den Verbandsgemeinderat.

    Solide finanzielle Verhältnisse bestehen auch bei den Verbandsgemeindewerken. Die Gebühren in 2018 mussten nicht erhöht werden, gleichzeitig können hohe Investitionen in die Wasserversorgung (2,95 Millionen Euro) und in die Abwasserreinigung (7,6 Millionen Euro) getätigt werden. Beide Bereiche weisen eine sehr gute Eigenkapitalquote aus. „Wenn wir alle an einem Strang ziehen, kriegen wir die Projekte, die wir vor der Brust haben, auch gut umgesetzt“, so Müller zuversichtlich.

    Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde hatte bereits in der Ratssitzung im Dezember 2017 mitgeteilt, dass die stattgefundene Prüfung der Haushalts- und Wirtschaftsführung der Verbandsgemeinde Rennerod in den Haushaltsjahren 2009 – 2016 durch das Rechnungsprüfungsamt des Westerwaldkreises der Verbandsgemeinde als Ergebnis eine ordnungsgemäße und gute Haushalts-/Wirtschaftsführung attestiert hat. Zum endgültigen Abschluss musste der Prüfbehörde lediglich noch eine neue „Dienstanweisung öffentliches Auftragswesen“ vorgelegt werden. Diese stand bereits zum Zeitpunkt der Prüfung im Entwurf fest und befand sich im Dezember 2017 noch im „Probebetrieb“. Zwischenzeitlich ist die vorgenannte Dienstanweisung zum 01.02.2018 offiziell in Kraft getreten. Daraufhin hat das Rechnungsprüfungsamt des Westerwaldkreises der Verbandsgemeinde mit Schreiben vom 06.03.2018 mitgeteilt, dass damit die noch offenen Punkte der Prüfung, die sich auf diese Vergabe-Dienstanweisung bezogen haben, erledigt sind.  Elke Hufnagl