Das Bild zeigt das vorgestellte Förderprojekt in Niederroßbach, Bahnhofstr. 7.

    Ortskernbelebung

    Die Ortskerne werden dank der Förderung durch die Verbandsgemeinde Rennerod immer attraktiver

    Anlässlich der letzten Sitzung des Verbandsgemeinderates begrüßte Bürgermeister Gerrit Müller geförderte Bauherren aus Niederroßbach. Bauamtsleiter Markus Schmiedl erläuterte für die neuen Mitglieder des Gremiums die Eckpunkte des Förderprogramms. Darüber hinaus erläuterte er die statistischen Erfolgszahlen seit Beginn des Förderprogramms am 01.01.2007 und stellte ein konkretes Förderprojekt vor.

    Bürgermeister Gerrit Müller führte in den Tagesordnungspunkt ein und begrüßte dazu insbesondere die erschienenen Bauherren, die Eheleute Hecker Hecker aus Niederroßbach. Der Bürgermeister machte aus seiner Sicht klar, welch große Bedeutung dieses freiwillige Förderprogramm der Verbandsgemeinde Rennerod mittlerweile für ihre Ortsgemeinden und deren Ortskerne hat. „Mit unserem Förderprogramm „Lebendiger Ortskern“ wollen wir in unseren Gemeinden tatkräftige Unterstützung leisten,  dass Jung und Alt gerne hier wohnen und leben. Mithilfe des Programms wurde schon bei vielen Projekten attraktiver Wohnraum in den Ortskernen erhalten bzw. neu geschaffen sowie Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung verwirklicht. Daran wollen wir weiter anknüpfen. Nicht zuletzt trägt unser Förderprogramm auch den Grundsätzen der Nachhaltigkeit und des schonenden Flächenverbrauchs Rechnung, da die Nutzung bestehender Gebäudestrukturen und Flächen in den Ortskernen mitsamt der vorhandenen Infrastruktur (Wasser, Kanal, Strom etc.) gefördert wird und so nicht zusätzliches neues Bauland auf der grünen Wiese kostenintensiv erschlossen werden muss“, so Gerrit Müller.

    Anschließend erläuterte Markus Schmiedl den neuen Ratsmitgliedern in kurzen Zügen die Zielsetzungen sowie die Inhalte des Förderprogramms. So sei seit Beginn des Förderprogramms am 01.01.2007 bis heute in guter Zusammenarbeit zwischen interfraktioneller Arbeitsgruppe und der Bauverwaltung gelungen, das Programm schrittweise durch sinnvolle und zielgerichtete Ergänzungen des Förderspektrums immer interessanter für die Bürgerinnen und Bürger zu gestalten. Neben der ursprünglichen Grundförderung von Wohnraumschaffungsmaßnahmen (Bebauung von Baulücken, Ausbau von Dach- und Kellergeschossen, Umbau von ungenutzten Wirtschaftsgebäuden, Wiederaktivierung von Wohnraum) in den Ortskernen in Höhe von 5.000,00 €, werden mittlerweile attraktive Zusatzförderungen gewährt. So erhalten beispielsweise Familien mit Kindern zusätzlich 750,00 € einmalig je minderjährigem Kind im Haushalt. Umbaumaßnahmen zu barrierefreiem Wohnraum werden ebenfalls zusätzlich mit bis zu 2.000,00 € unterstützt. Auch der Abriss von so genannten „Schrottimmobilien“ wird im Sinne von Verbesserung des Wohnumfeldes gefördert. Auch das Thema Grundversorgung wurde in das Förderprogramm integriert, so dass Dorfläden und mobiler Märkte entsprechende finanzielle Unterstützungen erhalten können. Einen kostenlosen Service bietet außerdem der seit Programmbeginn installierte Ortskernberater, Herr Dieter Schwarz (Architekt und Städteplaner, Kontakt: Tel.: 02664/ 6419). Er gibt interessierten Bauherren bereits vor Beginn der eigentlichen Planungen wichtige, fachliche  Tipps und steht mit kostenlosem Rat und Tat vor Ort mit Blick auf sinnvolle Planungen zur Verfügung. Auch die Dorfbörse, in der freie Bauplätze und Baulücken privater und öffentlicher Anbieter sowie entsprechende Kontaktdaten präsentiert werden, ist kostenlos und kann auf der Verbandsgemeindehomepage (www.rennerod.de) unter dem Link „Bauen & Umwelt- Lebendiger Ortskern“ jederzeit von Grundstückssuchenden eingesehen werden.

     

    Erfolgszahlen freuen den Verbandsgemeinderat und motivieren Rat und Verwaltung weiter zu fördern.

    Markus Schmiedl konnte mit Freude mitteilen, dass sich das Programm nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. So habe man bis zum Tag der Verbandsgemeinderatssitzung insgesamt 77 Bauprojekte fördern können. In diesen 77 Fällen seien insgesamt Förderzusagen von 418.500,00 €  ausgesprochen worden. Zur Auszahlung seien bislang für die abgeschlossene Wohnraumschaffungsmaßnahmen 263.750,00 € gekommen. Dass diese Fördermittel gut angelegtes Geld waren und weiterhin auch sind, zeigt die Investitionssumme der Bauherren. Insgesamt wurden in die 77 Wohnraumschaffungsmaßnahmen ca. 11.000.000,00 € investiert, die nicht zuletzt auch der heimischen Bauwirtschaft sowie dem Arbeitsmarkt  zu Gute kamen.

    Förderprojekt Bahnhofstr. 7 in 56479 Niederroßbach

    Mit der Vorstellung des Förderprojektes äußerte Markus Schmiedl seinen hohen Respekt und Anerkennung vor den Eheleuten Hecker. Das Projekt sei ein Paradebeispiel für privates Engagement und zeige in nur einem Förderfall das breite Spektrum an Möglichkeiten des Förderprogramms auf. So habe man neben der Grundförderung, die für die Wiederaktivierung leerstehend Wohnraumes, den Umbau eines nicht mehr genutzten Schuhgeschäftes sowie einer alten Scheune und Stalls zusätzlich den Umbau zum barrierefreien Wohnen unterstützen können. Mit der Barrierefreiheit des Wohnraumes ist es Frau Hecker weiter möglich, die bereits seit 30 Jahren durchgeführte Pflege ihres schwerstbehinderten Bruder aufrechtzuerhalten.

    Nach der Vorstellung des Förderprojektes nahmen Mitglieder des Verbandsgemeinderates die Gelegenheit wahr, den Förderempfängern noch ein paar Fragen zu stellen. Im diesen Zuge berichteten die Eheleute Hecker insbesondere davon, dass sie mit der freundlichen und unbürokratischen Abwicklung des Antragsverfahrens sehr zufrieden gewesen seien. Die Mitglieder des Verbandsgemeinderates nahmen die Vorstellung des Förderprojektes in Bildern und Zahlen sowie die ergänzenden Ausführungen durch die Bauherren positiv zur Kenntnis und zollten den Förderempfängern ebenfalls Respekt vor der Eigenleistung bei der Umsetzung der Baumaßnahme, aber auch vor deren grundsätzlicher Lebenseinstellung.

    Ausblick

    Zum Abschluss gab Markus Schmiedl noch einen Ausblick in die Zukunft. So soll im kommenden Jahr wieder ein neues, aktualisiertes Informationsprospekt zum Förderprogramm aufgelegt werden. Das wurde in der Vergangenheit bereits zweimal praktiziert, um die potentiellen Antragsteller bzw. Bauherren auf die Förderung aufmerksam zu machen und über die Fördermöglichkeiten detailliert zu informieren. Im vergangen Jahr sei ergänzend zu diesen Prospekten ein Informationsfilm zum Förderprogramm produziert worden, der darüber hinaus sehr anschaulich die guten Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie die hohe Qualität von Landschaft und Natur in der Verbandsgemeinde Rennerod widerspielgelt. Diesen Info-Film sowie die Antragsunterlagen erhalten auch alle Antragsteller im Zuge des Antragsverfahrens auf einem USB-Daten-Stick in einem attraktiven VG-Wappen-Design. Auf dem Weg zur papierlosen Verwaltung kann so der Austausch der erforderlichen Unterlagen und der abschließenden Fotodokumentation des Förderprojektes problemlos und umweltfreundlich erfolgen.    

    Am Ende des Tagesordnungspunktes überreichte Bürgermeister Gerrit Müller als Dank für ihr Kommen und die Bereitschaft Fragen aus dem Gremium zu beantworten ein VG-Wappen aus Glas an die Eheleute Hecker, welches nach Bekunden der Bauherren einen Ehrenplatz in den neu erstrahlenden  Wohnräumen erhalten wird.

     

    Weitere Informationen zum Förderprogramm erhalten Sie auf der Homepage:    www.rennerod.de   -Bauen und Umwelt-   Lebendiger Ortskern. Dort stehen auch der Informationsfilm sowie die erforderlichen Antragsunterlagen zum Abruf bereit.

    Kontaktdaten:

    Herr Markus Schmiedl: Tel. 02664/ 5067-40, E-Mail:

    Frau Petra Pitton: Tel. 02664/ 506744, E-Mail:

    Ortskernberater: Herr Dieter Schwarz, Tel.: 02664/ 6419.