Maisfeld-Sonnenblumen

    Blütenpracht verschönert Maisfeld und ist ökologisch sinnvoll

    Wer aufmerksam ist, wird es längst bemerkt haben: Immer öfter wachsen am Rand von Maisfeldern Sonnenblumen und andere hübsche und nützliche Pflanzen. Das ist nicht nur schön für den Betrachter anzusehen, sondern auch nützlich für die Natur – und Teil der Aktion „Blühende Rahmen“. Hierbei legen Landwirte freiwillig und auf eigene Kosten breite Blühstreifen am Rand ihrer Felder an. Zum Einsatz kommen dabei eine Reihe von einjährigen Blumen, etwa Malven, Klee, Phacelia oder Sonnenblumen und anderes. Die Pflanzen bieten Lebensraum und Futter für Wildtiere, der Boden wird befruchtet und aufgelockert und hübsch anzusehen ist die blühende Pracht außerdem. Die Aktion ist weit verbreitet und wird ebenfalls in der Verbandsgemeinde Rennerod, beispielsweise in Hüblingen genutzt. Hier hat der umweltbewusste Landwirt Matthias Müller vom Hubertushof in Irmtraut so einen bunten Rahmen geschaffen. Die bunte Pflanzenvielfalt findet sich am Rande eines Maisfeldes, gegenüber dem Sportplatz. Neben Weizen ist Mais die wichtigste und ertragreichste Anbaufrucht in der Landwirtschaft. Zum jetzigen Zeitpunkt, kurz vor der Ernte, wirken die meterhohen Maishalme wie eine „Wand“ und die Blühstreifen bieten einen freundlicheren Anblick. Allerdings es geht nicht hauptsächlich um die Optik, sondern ist ein angenehmer Nebeneffekt. Vor allem die Bienen sind auf die Blütenvielfalt neben den Feldern angewiesen.

    Monokulturen, etwa Felder nur mit Mais oder Raps blühen gerade einmal einige Wochen, außerhalb dieses Zeitraumes finden die Bienen auf solchen Feldern keine Blütenpollen und können verhungern. Die blühende Pracht  liefert nicht nur Nahrung für Bienen, Insekten und Vögel, sie bietet zudem Unterschlupf und Futter für Wildtiere wie Rehwild und Hasen. In Hüblingen informierten sich Gerrit Müller, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rennerod, die beiden Umweltbeauftragten der Verbandsgemeinde, Helmut Scherer und Robert Schönberger, und Landwirt Matthias Müller über diese sinnvolle Gemeinschaftsaktion. Rings um Mais und Blühpflanzen runden Obstbäume das Bild ab und in den Taschen eines Stammes in einem alten Baum finden Fledermäuse einen gemütlichen Unterschlupf. 

    Elke Hufnagl