Bundeswaldprämie: Ministerin Julia Klöckner überreicht Förderbescheide

    Bundesministerin übergibt Förderbescheid über 322.100 Euro für den Bereich der Verbandsgemeinde Rennerod

    Die deutschen Wälder sind im Dauerstress – auch in Rheinland-Pfalz. Die vergangenen drei Trockenjahre sowie Stürme und Schädlinge, insbesondere der Borkenkäfer haben fast allen Baumarten schwer zugesetzt. Das traurige Resultat: Schadflächen, wo einst vitale Bäume standen. Diese bodenschonend zu räumen und mit standortangepassten und klimaresilienten Mischwäldern aufzuforsten, ist ein großer Kostenfaktor – für die privaten Waldeigentümer, aber auch für zahlreiche Kommunen, die Waldflächen besitzen. Deshalb hat die Bundeswaldministerin Julia Klöckner die Bundeswaldprämie entwickelt. Das Ministerium unterstützt dementsprechend Städte und Gemeinden im ganzen Bundesgebiet mit der Bundeswaldprämie.

    Wenn für die Waldflächen eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung vorliegt, wird für jeden Hektar Waldfläche eine Prämie gezahlt. Weitere Voraussetzung ist, dass diese Zertifizierung mindestens zehn Jahre gehalten wird. In der vergangenen Woche hat die Ministerin zehn Verbandsgemeinden stellvertretend für die über 192 Ortsgemeinden aus dem Westerwaldkreis die Bewilligungsbescheide übergeben: Im Westerwaldkreis werden die Ortsgemeinden der zehn Verbandsgemeinden mit 3.086.610 Euro gefördert. Davon haben die 23 Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Rennerod - bei einer zertifizierten Waldfläche von 3.221 Hektar - Fördermittel in Höhe von 322.100 Euro aus der Bundeswaldprämie erhalten. Stellvertretend wurden die Förderbescheide an die Bürgermeister der Verbandsgemeinden im Westerwaldkreis überreicht. Seitens der Verbandsgemeinde Rennerod nahm Bürgermeister Gerrit Müller an der Übergabe teil.

    Julia Klöckner: "Die Lage in unseren Wäldern ist dramatisch. Die kommunalen und privaten Waldbesitzer unterstützen wir deshalb mit dem größten Umbauprogramm der Geschichte. Ein Kernstück dabei ist unsere Bundeswaldprämie, mit der wir unbürokratisch und schnell helfen. Bundesweit wird damit eine Erfolgsgeschichte geschrieben und ein Fortschritt bei der nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Denn klare Bedingung für den Erhalt ist der Nachweis einer forstlichen Zertifizierung, die über den gesetzlichen Standard hinausgeht. Ich freue mich sehr, die Bescheide überreichen zu können. Gleichzeitig möchte ich ‚Danke‘ sagen für das große Engagement: Ohne die Waldeigentümer und Forstleute – privat wie kommunal – werden wir die Schäden nicht beseitigen und die Wälder nicht an den Klimawandel anpassen können."

    Bürgermeister Gerrit Müller dankte der Ministerin namens der „kommunalen Familie“ in der Verbandsgemeinde Rennerod für die bereits ausgezahlten Fördermittel: „Es ist uns vor Ort wichtig, dass der Hohe Westerwald das Wort „Wald“ nicht nur im Namen trägt, sondern dass es hier auch für kommende Generationen artenreiche Wälder gibt. Die Waldprämie der Bundesregierung hilft auch den Gemeinden in unserer Heimatregion, Waldflächen zukunftsfest wieder aufzuforsten. Seitens der Verwaltung sowie mit den Förstern und Forstleuten der Verbandsgemeinde unterstützen wir unsere Gemeinden nach Kräften bei dieser Aufgabe.“

    Die Bundeswaldprämie ist im November 2020 gestartet, es stehen bundesweit insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung. Unmittelbar nach Auflage der Prämie wurden seitens der Verbandsgemeindeverwaltung Rennerod die entsprechenden Fördermittel für die verbandsangehörigen Ortsgemeinden / Stadt beantragt, für die auch allesamt die entsprechende Förderung bewilligt worden ist.

    Foto: © BMEL / Mewes – Bundeswaldministerin Julia Klöckner überreicht den symbolischen Scheck der Bundeswaldprämie an Bürgermeister Gerrit Müller.


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