Besuch in den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn

    Besuch in den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn

    Neben den Verbandsgemeinden Bad Marienberg, Hachenburg und Westerburg gehört auch die Verbandgemeinde Rennerod zum Versorgungsgebiet der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn (CW-WW-RL) im oberen Westerwaldkreis. Dies nahm Bürgermeister Gerrit Müller zum Anlass, die Behindertenwerkstatt in Rotenhain zu besuchen, da rund 25 % der Beschäftigten aus der Verbandsgemeinde Rennerod kommen. Zurzeit sind ca. 135 Menschen mit körperlicher und geistlicher Behinderung in der Werkstatt beschäftigt.

    Für Müller ist es von großem Interesse, die Arbeit in der Werkstatt vor Ort kennenzulernen, um einen Einblick in die angebotenen Arbeitsfelder zu erhalten wie z. B. in die Holzbearbeitung, Kisten- Paletten-Fertigung, Verpackung/Montage, Hauswirtschaft/Küche sowie Heißmangel. Nach dem gesetzlichen Auftrag erhalten hier die Menschen mit Behinderung eine Teilhabe am Arbeitsleben.

    Die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn sind offen für jeden Menschen mit Beeinträchtigung, der die Voraussetzung für die Aufnahme nach SGB IX sowie SGB XII erfüllt, unabhängig seiner religiösen Überzeugung und Herkunft. Jedem behinderten Menschen, der die CW-WW-RL besucht, soll ein Höchstmaß an beruflicher Rehabilitation und Teilhabe am Arbeitsleben sowie persönlicher Entwicklung ermöglicht werden.

    Fördermedium sind hier u.a. Arbeitsaufträge von Auftraggebern der gewerblichen oder der öffentlichen Hand. Mit der Zertifizierung nach DIN ISO 9001:2015 stehen die CW für Qualität, kundenorientiertes Arbeiten und kontinuierliches Verbessern der Produkt-, Prozess- und Servicequalität.

    Betriebsleiter Günter Keßler wünscht sich hier weitere Auftraggeber aus der Region, um ein größeres Arbeitsspektrum zu bieten. Ziel und gesetzlicher Auftrag ist des Weiteren die Vermittlung von Beschäftigten aus der Werkstatt auf Außenarbeitsplätze. Im Bauhof der Verbandsgemeindewerke absolvierte bereits ein Beschäftigter ein Praktikum. Die Mitarbeiter der Integrationsabteilung Viweca sorgen dabei für eine sorgfältige Einarbeitung und weitere Begleitung der Beschäftigten am Arbeitsplatz. Dabei steht die Werkstatt in engem Kontakt mit dem Auftraggeber. Müller und Keßler sind an einer Intensivierung der Zusammenarbeit interessiert.

    Der Bürgermeister zeigte auch ein offenes Ohr bei den Themen: Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes in den Werkstätten sowie die schwierige Beförderungssituation der Beschäftigten im oberen Westerwald.

    Zum Schluss bekräftigten beide Seiten den Stellenwert von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft, dass es normal ist, verschieden zu sein und der inklusive Gedanke ein alltägliches ist. Weitere Informationen finden Sie unter: www.caritaswerkstaetten-wwrl.de .