Mit Sicherheit in guten Händen

    Der seit 18 Jahren aktive Arbeitskreis Kriminalitätsverhütung der Verbandsgemeinde Rennerod (AKVR) mit dem „Urgestein“ Paula-Maria Maaß als Vorsitzende, besuchte kürzlich die Firma ABUS in Rehe. Die Firma ABUS sorgt weltweit für Sicherheit. Gegründet wurde ABUS 1924 in Wetter a. d. Ruhr durch August Bremicker. Sein Motto war: „Wir wollen das Leben ein Stück sicherer machen.“ August Bremicker gelang es 1924, ein Vorhangschloss auf den Markt zu bringen, das wegweisend für seine Zukunft und die seiner Familie war: das "Iron Rock".

    Damals begann die Familie in der Schmiede im Keller ihres Wohnhauses mit der Entwicklung und Produktion von Vorhangschlössern. Trotz starker Konkurrenz waren  August Bremicker und seine Söhne so erfolgreich, dass das Unternehmen rasch auf 300 Mitarbeiter anwuchs. Heute ist ABUS ein global agierendes Unternehmen, das in vierter Generation von der Familie geleitet wird. Die Produkte werden weltweit für ihre Qualität geschätzt. ABUS hat im Laufe seiner fast 100-jährigen Firmengeschichte Standards gesetzt. Mittlerweile beschäftigt die Firma ABUS weltweit 3500 Mitarbeiter in Niederlassungen und hat Präsenzen in 106 Ländern. Innerhalb Deutschlands sind 1500 Mitarbeiter in 3 Unternehmen und 5 Standorten tätig, nahezu 400 Mitarbeiter sind in Rehe beschäftigt.

    Nun besuchten 20 interessierte Mitglieder des AKVR den Betrieb in Rehe und hatten einen Tag lang die Möglichkeit, sich intensiv umzusehen. Der Informationsbesuch stand unter dem Motto „Einbruch – Wie kann man sich davor schützen?“, und brachte viele Erkenntnisse. Maaß begrüßte die Mitglieder des AKVR und andere Gäste mit den Worten: „Nach mehreren Informationsveranstaltungen des AKVR zum Schutz vor Einbruch und Diebstahl mit Fachleuten der „Polizeilichen Prävention“ am Polizeipräsidium Koblenz trug eine der letzten Veranstaltungen die Überschrift „Sicher wohnen – Warum benötigt es mehr als (gute) polizeiliche Ratschläge?“ Und genau deswegen sind wir heute hier; wir möchten erfahren, mit welchen Mitteln, technischen Vorrichtungen, wir Haus und Hof sicherer machen können, um Einbruch und Diebstahl vorzubeugen.“ Rolf Bremicker (zuständig für Schulungsleitung und Anwendungstechnik) informierte kurz über den Familienbetrieb ABUS. Zu seinem Arbeitsbereich zählen Schulungen für Polizei, SEK , Versicherungen und Handwerker. Die Mitglieder des AKVR und die von ihm eingeladenen Teilnehmer aus den Reihen der Ortsbürgermeister, des Seniorenteams der Verbandsgemeinde und der Polizei gehören als Multiplikator zu der Zielgruppe und hörten gebannt zu.

    Das gemeinsame Ziel sei, die Einbrecher draußen zu lassen, so Bremicker. „Auch wenn die Einbruchszahlen insgesamt rückläufig sind, so es ist wichtig, das Thema Prävention keinesfalls zu vernachlässigen“, erklärte der Redner. „Im Zuwanderungsjahr 2016 stieg die Angst in der Bevölkerung. Die Produkte wurden der Fa. ABUS förmlich aus der Hand gerissen. In anderen Zeiten wird aber erst reagiert, wenn etwas in der Nachbarschaft passiert ist“, unterstrich Rolf Bremicker. Hier wünscht sich die Firma ABUS mehr Ausgeglichenheit des Marktes. Prävention ist immer und überall ein Thema, das angesprochen werden sollte. Um für das Thema „Sicherheit“ zu sensibilisieren, bietet die Firma ABUS diese Seminare an.

    Die Produkte können in 3 Bereiche aufgeteilt werden: „Sicherheit zu Hause“, „Objektsicherheit“ und „Sicherheit für unterwegs“, informierte Bremicker und betonte die Wichtigkeit von mechanischem Schutz. „ Wenn ich auf meinem Handy dank SmartHome oder Video-Übertragung die Bilder eines Einbruches sehe, dann ist es schon zu spät. Der Dieb ist so lange in dem Gebäude, bis ich dort ankomme“. Die Zukunft liegt daher in der Mechatronik, in kombinierten Systemen, die mechanisch das Eindringen in ein Gebäude verhindern, elektronisch Informationen sammeln und diese gegebenenfalls weitergeben. Beispielhaft führte er vor, wie heutzutage ein Juweliergeschäft abgesichert wird und welche Systeme dabei zum Einsatz kommen. Beginnend an der Haustür über Fenster und Terrassen, Vorhängeschlösser, Brandschutzanlagen, Objektsicherheit und Sicherheit für unterwegs stellte Bremicker das breite Spektrum der verschiedenen Sicherungskonzepte der Firma ABUS sehr ausführlich vor.

    Die Teilnehmer wurden auch darüber informiert, auf welchen Messen die Firma ABUS vertreten ist, welche Prüfverfahren auf die Schlösser angewendet werden und bei welchen Initiativen (bspw. in Zusammenarbeit mit der Polizei www.K-Einbruch.de oder www.e110.de) sich die Firma ABUS engagiert.

    Sehr eindrucksvoll war ein Film über einen Einbruch. Es ging darin aber nicht um das Vorgehen beim Einbruch oder den Sachschaden, sondern um die bleibende Angst. „Es war jemand in meiner Wohnung. “Der seelische Schaden sitzt viel tiefer bei den Betroffenen als der materielle; viele verkaufen danach sogar das Haus oder wechseln ihre Wohnung.

    Im Anschluss an diesen äußerst informativen Vortrag folgte ein Betriebsrundgang durch die einzelnen Abteilungen in der Fertigungshalle. Nach der Mittagspause versuchte sich Tim Stecker (Jugendpfleger von Stadt und Verbandsgemeinde Rennerod) im Labor der Firma im „Schlösser knacken“ und „Fenster aufbrechen“. Und siehe da, trotz roher Gewalt: Die ABUS-Sicherheitsprodukte halten. Nach vielen praktischen Einbruchs- und Aufbruchsversuchen rundete Rolf Bremicker den Tag mit nützlichen Produktinformationen und Hinweisen auf Hilfeleistungen seitens der Firma ABUS ab.

    Paula-Maria Maaß dankte für den informativen und abwechslungsreichen Tag, für die vorzügliche Bewirtung und Betreuung sowie die gelungene Ausgestaltung. Die Teilnehmer hätten zahlreiche Erkenntnisse zum Schutz von Hab und Gut gewonnen, und dieser Informationsbesuch werde allen nachhaltig in Erinnerung bleiben, vor allem dann, wenn es gelte, das eigene Heim sicherer zu machen. Elke Hufnagl