Ein Blick über Waigandshain

Aus der Geschichte:
Der Ort tritt urkundlich 1346 in Erscheinung (Wiganshen). Im Bereich der heutigen Gemarkung sind die Wüstungen Zahlbach, Waldhausen und Winterum zu suchen. Auch Bewohner der Wüstung Breitenbach (in Nähe des Breitenbacher Weihers, in Richtung Emmerichenhain) sollen sich 1565 teilweise in Waiganshain niedergelassen haben.
Schon 1440 wurde das Dorf bei einer Auseinandersetzung zwischen Sayn und Nassau-Beilstein in Mitleidenschaft gezogen. Später erhoben hier Wied-Runkel und Nassau-Beilstein den Zehnten. Auch die Pfarrei Emmerichenhain, zu der der Ort von den Anfängen her gehörte, hatte hier Zehntrechte. Eine Mühle wird schon 1714 erbaut.


 
Das Dorfgemeinschaftshaus mit angegliedertem Feuerwehrgerätehaus der Freiwillgen Feuerwehr Waigandshain

Vom Breidenbacher Weiher ist 1576 die Rede, er bestand aber schon lange vorher und wird heute, nachdem er lange trocken lag, wieder als Talsperre betrieben. 1566 zählte Waigandshain 17 Häuser. 1843 lebten hier in 34 Häusern 242 Bewohner. Eine erste Kapelle war schon vor 1600 wieder verfallen. Schon 1749 gründete man im Ort eine Schulstiftung. Diese zeichnet noch heute für das Wahrzeichen des Ortes verantwortlich: das stattliche Fachwerkgebäude in der Ortsmitte wurde 1752 als Schule und Betsaal erbaut, danach als Rathaus genutzt und ist heute in Privatbesitz.
 

 
Das alte Gemeindehaus in der Hauptstraße

 

Der Stand heute:


Aktuelle Einwohnerzahl: 233
Waigandshain feierte im Juli 1996 mit großen Erfolg sein 650 - jähriges Bestehen. Außerdem wartet das Dorf mit einem Dorfgemeinschaftshaus und der Breitbachtalsperre auf. 

 

 

 
Ein Spielplatz in der Ortsgemeinde Waigandshain

Ortswappen:


Spätgotischer Rundschild, über blauem Wellenschildfuß darin ein goldenes Doppeljoch, gespalten, vorne in Rot ein goldenes Glockentürmchen mit drei Schallfenstern, hinten in Gold ein grüner Zweig mit vier grünen Eichenblättern und drei grünen Eicheln. Die vier Eichenblätter stehen für die Wüstungen Breitenbach, Waldhausen, Winterem und Zahlbach, die drei Eicheln für die Erhebungen Alsberg, Altenberg und Homberg.

 
Gebäude des Windkraftanlagenherstellers Fuhrländer AG

(zur Homepage der Fuhrländer AG – bitte hier klicken)

Das Doppeljoch weist auf die jahrhundertelange landwirtschaftliche Ausrichtung des Ortes hin und die Farben Blau und Gold auf die lange Zugehörigkeit zum Haus Nassau. Das Glockentürmchen stellt den Dachreiter der ehemaligen Schule dar. Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus ist zu einem Wahrenzeichen des Ortes geworden. Auf die Breitenbachtalsperre schließlich weist der blaue Wellenschildfuss hin.