Die Ortsgemeinde Nister-Möhrendorf

Aus der Geschichte:

 


Die Gemeinde Nister-Möhrendorf liegt am Oberlauf der "Großen Nister" auf einer mittleren Seehöhe von 530 m üNN. Beide Orte werden bereits im Jahr 1300 urkundlich erwähnt.
Die beiden früher eigenständigen Dörfer gehören von alters Her zum Kirchspiel und Gericht Emmerichenhain.

 

Ein restauriertes Fachwerkhaus im Ortskern der Gemeinde


1396 wechselte die Landesherrschaft von Runkel/Westerburg zu den Grafen und hier zunächst an Nassau-Beilstein, das noch 1614 die Zehntenanteile zu Nister und Möhrendorf von Runkel kaufte.

Beide Orte zusammen zählten 1562 etwa 70 Einwohner, bis 1843 steig die Einwohnerzahl auf 254 (in 44 Häusern). 1718 ist erstmals von einer Mühle die Rede, die dann ab 1733 endgültig in Betrieb war.

 

Die Grundschule "Hoher Westerwald" mit einem dahinter liegenden Kindergarten


1817 wird der Friedhof angelegt und 1834 ein neues Schulhaus errichtet, wobei zu Möhrendorf schon um 1711 von einem Schulmeister berichtet wird (GENSICKE, 1990, S. 249).

1826 wurde der Ort Möhrendorf durch einen Brand zu einem Drittel zerstört.

Die Vereinigung der beiden Orte erfolgte 1929.

Der wüstgewordene Hof Manhausen war zwischen Möhrendorf und Willingen strittig.

 

Das Dorfgemeinschafshaus mit angebauten Feuerwehrgerätehaus


 

 

Der Stand heute:
Aktuelle Einwohnerzahl: 338
Grundschule "Hoher Westerwald", Kindergarten, Dorfgemeinschaftshaus, 2 Kinderspielplätze; Sportplatz, Turnhalle, Kulturinstitut "Rossignol", 2 Vereine, Kaufhaus mit Postagentur 

 

Die Naturlandschaft rund um Nister-Möhrendorf

 

 

Ortswappen:


Schild, von Silber und Blau geteilt, belegt mit einem Rad, halb Wagenrad mit vier Speichen, halb Mühlrad mit fünf Speichen in vertauschen Farben.
Oben bewinkelt von zwei schwarzen geflochtenen Tragekörben (Kietzen); unten eine silberne Wellenleiste.

DER GETEILTE Schild steht für die beiden Ortsteile Nister und Möhrendorf, das Wellenband für die große Nister, die den Ort durchfließt.

Während das halbierte Mühlrad auf die lange Mühlentraditon des Dorfes hinweist, deutet die andere Radhälfte auf die Lage an einer bedeutenden Verkehrsverbindung und den damit verbundenen Verkehr hin.

Die beiden Tragekörbe (Kietzen) stehen für die Tragedienste, die die Bewohner der Gemeinde in früheren Zeiten entlang des alten Fernhandelsweges (Köln-Leipziger-Str.) leisteten. Die Wapppenfarben weisen auf die ehemaligen Landesherren Runkel/Westerburg und Nassau hin.