Niederroßbach

 

Das Wappen der Ortsgemeinde Niederroßbach ist durch eine silberne schräglinke Wellenleiste geteilt. Diese Wellenleiste ist bedeckt von einem aufbäumenden, goldenen Roß mit roter Zunge. Der Hintergrund das Wappens ist blau.

 

Die Ortsgemeinde Niederroßbach


Aus der Geschichte:


Im flachen Wiesental des Ortsbaches und des Roßbaches liegt auf einer Mittleren Seehöhe von 500 m die Gemeinde Niederroßbach.
Zur ersten urkundlichen Erwähnung von Niederroßbach sind keine genauen Jahreszahlen bekannt. Es ist jedoch zu vermuten, daß die Gründung zu Zeiten der Völkerwanderung der Chatten auf ihrem Weg von Hessen an den Rhein im 5. Jahrhundert oder bei der Rückwanderung erfolgte.

Die Adligen von Irmtraut hatten in Niederroßbach 1431 und in vielen Jahren danach bis vor 1685 Gülte von Nassau-Saarbrücker Lehen. 1446 und 1448 besaßen sie Pfandrechte am Zehnten der von Scottenbach. Forsthafter zu Niederroßbach verkauften die Westerburger 1617 an Nassau-Beilstein.

 

Das Dorfgemeinschaftshaus der Ortsgemeinde Niederroßbach


In den Jahren vor 1570 bereits muß in Niederroßbach eine Kapelle gestanden haben. 1765 sollen in der Gemeinde 29 Einwohner gelebt haben. 1843 hatte Niederroßbach 56 Häuser und 367 Einwohner. Die erste Schule wurde 1765 mit nur einem Lehrraum erbaut. 1828 erhielt das bereits erweiterte Gebäude einen Turm, in welchem eine Glocke aufgehängt wurde.

Früher landwirtschaftlich organisiert, hat sich die Gemeinde in den letzten Jahren mehr und mehr zu einer Wohngemeinde entwickelt. Die Bevölkerung findet überwiegend Arbeit in der näheren Umgebung, pendelt aber auch teilweise aus ins angrenzende Siegerland sowie den Kölner und Frankfurter Raum. Einige Arbeitsplätze werden im Ort durch handwerkliche Betriebe angeboten.

 

Das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Niederroßbach

Drei landwirtschaftliche
Haupterwerbsbetriebe bearbeiten neben einigen Nebenerwerbslandwirten die Wiesen und Felder.

Die Grundversorgung wird sichergestellt durch eine Bäckerei, eine Metzgerei sowie zwei Lebensmittelgeschäfte. Eine Gaststätte, ein Sportlerheim sowie das 1990 fertiggestellte Dorfgemeinschaftshaus (über 200 Sitzplätze) ermöglichen ein reges gesellschaftliches Leben. Sportverein und Freiwillige Feuerwehr, die beide auf über 75-jährige Tradition stolz sein können, halten die Gemeinschaft intakt. Im Freizeitgelände "Glanzrippe" findet alljährlich das durch die Feuerwehr organisierte und weit über den Bereich der Verbandsgemeinde hinaus bekannte "Waldfest" an Pfingstsamstag und -sonntag statt.

 

Der Sportplatz der Ortsgemeinde Niederroßbach und das Vereinsheim der SG Niederroßbach-Neustadt (links)


Die Gemeinde Niederroßbach ist nach allen Himmelsrichtungen von Laub- und Nadelwäldern umgeben. Gut ausgebaute Wanderwege, auch Radwanderwege, erfreuen sich eines starken Zuspruches.

Im letzten Jahr wurde ein neues Wohngebiet mit 31 Bauplätzen erschlossen. Desweiteren werden noch 10.000 qm Gewerbegebiet von der Gemeinde vorgehalten. Für den gesamten Dorfbereich bestehen ausführungsreife Bebauungsplätze.

Aktuelle Einwohnerzahl: 832
 

 

Der Dorfbrunnen mit Parkanlagen liegt direkt am Ortseingang


 

Ortswappen:


In Blau eine schräglinke, silberne Wellenleiste, bedeckt von einem aufbäumenden, goldenen Roß mit roter Zunge. Der Ortsname wir über dieses "redende Wappen augenfällig erklärt. Die Wellenleiste weist auf den Roßbach hin, die Farben Blau und Gold auf die langjährige nassauische Landesherrschaft. Ein ähnliches Wappen führt bereits seit Jahrzehnten die 1913 gegründete Freiwillige Feuerwehr des Ortes